Rezension H.O.M.E- Das Erwachen

Was stimmte nur mit dieser Welt nicht, dass solche Geschwüre ungehindert wachsen konnten?

Werbun/Rezensionsexemplar

Zoë lebt eigentlich ein ziemlich perfektes Leben. Sie geht auf ein Elite-Internat auf dem sie als Kapitän für eine Mission ausgebildet wird. Das Internat ist ihr Zuhause, sie hat hier Freunde, einen Freund und die Lehrer sind sehr zufrieden mit ihr. Die H.O.M.E. Akademie ist alles, was sie kennt. Doch eines Tages wacht sie auf und nichts von dem scheint real gewesen zu sein. 

Als ich den Klappentext von diesem Buch gelesen habe, war eigentlich direkt klar, dass ich das Buch lesen will. Ich meine, die Geschichte klingt einfach so gut. Was ich bekommen habe war allerdings nicht ganz das, was ich erwartet habe. Allerdings ist das in diesem Fall nichts negatives. 

Im ersten Kapitel bekommt man einen sehr kurzen Einblick in das Leben von Zoë denn schon im nächsten Moment wacht sie an einem Ort auf, den sie nicht kennt. Sie kann nicht wirklich etwas sehen und sich nicht bewegen. Natürlich ist sie völlig verwirrt und ich war es auch. Man erfährt als Leser auch nicht mehr als Zoë weiß, darum war die Situation auch für mich nicht wirklich zu durchschauen. Ich wusste einfach nicht, was jetzt los ist. Aber man bekommt dann doch bald mit, was passiert sein könnte und nach und nach zeigt sich auch, dass die Geschichte, die Zoë erzählt wird, so nicht stimmen kann. 

Ich fand die Geschichte klang, wie gesagt, sehr gut. Es ist keine Sache die ich so schon mal gelesen habe. Es werden aktuelle Themen angesprochen und die Konsequenz die in diesem Buch daraus resultiert, ist durchaus denkbar. Der Schreibstil ist einfach und lässt sich dadurch schnell weg lesen. Und trotzdem hatte ich ein paar Probleme mit dem Buch. 

Zu aller erst fand ich, dass manche Stellen künstlich in die Länge gezogen wurden. So wurde zum Beispiel an einer stelle über eine Seite lang erklärt, dass Zoe rennt und wie sie sich dabei fühlt. Für mich persönlich war das absolut uninteressant und hat mir nichts gebracht. Es gab mehrere solche Stellen im Buch verteilt. Außerdem gab es für mich einen ziemlich fiesen Logikfehler. In einer Welt, in der es nicht genug Wasser gibt, gäbe es wahrscheinlich auch keinen Tee mehr. Und doch trinken die Protagonisten ihn in rauen Mengen. Die Dürre muss es schon seit mindestens 12 oder 13 Jahren geben. Ich denke nicht, dass da noch viel Tee übrig wäre. Für eine Tasse Tee braucht es ungefähr 30 Liter Wasser. 

Aber trotzdem fand ich die Geschichte gut. Ich mochte Kip und ich mochte den Bruder von Zoë. Und doch griff ich eher zögerlich zu dem Buch. Ich wusste selbst erst nicht wirklich, warum das so war. Aber kurz vorm Ende ging mir ein Licht auf: Ich kann Zoë nicht wirklich leiden. Sie ist eine nerviges, 17 jähriges Mädchen. Ich meine, sie wurde in der Akademie zum Kapitän ausgebildet, dazu angehalten, sich selbst auch in schwierigen Situationen im Griff zu haben. Und was passiert? Sie trifft eine unkluge Entscheidung nach der nächsten weil sie sich eben nicht im Griff hat.

Alles in allem finde ich die Geschichte immer noch gut und mir gefällt der Gedanke, wohin sich das ganze noch entwickeln könnte. Ich werde den nächsten Band auf jeden Fall lesen und freu mich auch schon darauf. Ich hoffe, das Zoë im nächsten Buch etwas reifer wird. Ach ja und für wen das wichtig ist sei gesagt, die Geschichte Endet mit einem Cliffhanger. 

  • Autorin: Eva Siegmund
  • Verlag: cbj
  • Seiten: 448
  • Preis: 13,00 €
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