Geschichten zu Halloween

Happy Halloween 

Halloween ist wohl das älteste Fest der Menschheit. Schon vor 5000 Jahren Feierten die Kelten an diesem Tag Samhain. Das keltische Jahr endete umgerechnet am 31.10. und die Kelten glaubten, dass dann die Grenze zwischen dem Reich der Toten und dem Reich der Lebenden besonders dünn ist und die Toten in die Welt der Lebenden zurückkehren können. Wie an jedem “Feiertag” gibt es auch an Halloween Bräuche wie das Verkleiden, das sammeln von Süßigkeiten, die leuchtende Kürbislaterne und das Gruseln. 

Ein paar Freunde und Blogger- oder Instagramkollegen haben mir gruselige Geschichten zukommen lassen. Wer mir die Erlaubnis dazu gegeben hat, wird über seiner Geschichte erwähnt. Schau doch auf ihren Seiten auch gerne mal vorbei. Jeder von ihnen hat seine oder ihre Geschichte selbst geschrieben. Und natürlich habe auch ich eine Geschichte beigetragen. Also, lass uns gleich anfangen.  

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Die erste Geschichte kommt von der wunderbaren Jenny. Sie hat eine ganz tolle Instagram Seite mit wirklich kreativen Bildern. Ich verlinke sie dir >>hier.<< Schau auf jeden Fall mal bei ihr vorbei. Da Jenny mir zwei Geschichten geschickt hat, beginne ich den Beitrag mit einer ihrer Geschichten und beende ihn dann mit der anderen Geschichte. 

Die Puppe

Sonntags ging meine Familie immer auf den Flohmarkt. Da ich jedoch schon seit einiger Zeit mehr Lust darauf hatte an diesem Tag auszuschlafen, blieb ich die Vormittage alleine Zuhause. Dieser Luxus wurde mir jedoch nur gewährt, weil ich versprochen hatte mich dafür um das Mittagsessen zu kümmern. Nach dem Nachhausekommen wurden mir dann immer die neuesten Errungenschaften gezeigt, die mich nie wirklich interessierten. Eines Tages hatte meine Mutter jedoch etwas gekauft, dass mir von Anfang an eine Gänsehaut bescherte. Es handelte sich um einen Porzellanclown, der auf einem Holzbrett saß. Man konnte ihn an einer Schnur an die Decke hängen und so erweckte es den Eindruck, als würde er schaukeln. Der Clown war ungefähr 30 Zentimeter groß und hatte ein ausdrucksloses Gesicht aufgemalt. Der Mund war eine gerade Linie, die Augen bestanden nur aus schwarzen Punkten und die Nase wirkte viel zu rot, für das ansonsten farblose Gesicht. Ich kann mir nicht erklären warum, aber seitdem ich ihn das erste Mal erblickt hatte, hasste ich diesen Clown. Trotz seiner plumpen Erscheinung war er mir irgendwie unheimlich. Weil ich nicht als Feigling dastehen wollte, erzählte ich meinen Eltern jedoch nichts davon und sah schweigend dabei zu, wie ihn mein Vater ins Wohnzimmer hängte. Von diesem Tage an fühlte ich mich von der Puppe beobachtet. Manchmal bildete ich mir sogar ein, dass ich ihn nachts schaukeln hörte. Mit der Zeit entwickelte ich einen richtigen Hass auf den Clown. An einem Sonntagvormittag holte ich ihn schließlich von der Decke und warf ihn auf den Boden. Ich würde meiner Mutter einfach erzählen, dass er von alleine heruntergefallen war. Und da er bei dem Sturz eine Fingerkuppe eingebüßt hatte, hatte ich eine gute Erklärung dafür, warum ich ihn in den Mistkübel geworfen hatte.
Da mich beim Kochen des Mittagessen jedoch immer noch ein ungutes Gefühl heimsuchte, entschied ich mich dazu den Müll sofort nach draußen zu bringen. Als ich wieder in der Küche angekommen war, fühlte ich mich erleichtert. Endlich war ich ihn los.
Völlig in Gedanken versunken machte ich mich daran die Zwiebeln zu hacken und schnitt mir dabei fürchterlich in den Finger. Binnen Sekunden war alles voller Blut. Ich hielt den Finger unter kaltes Wasser und presste danach ein Stück Küchenpapier darauf. Auf meinem Weg ins Badezimmer bildete ich mir ein im Wohnzimmer ein Geräusch zu hören. Aus Neugierde warf ich einen Blick hinein und ließ aus Schock meinen verletzen Finger los. Der Clown schaukelte an der Decke und aus der gerade Linie auf seinem Gesicht war ein Lächeln geworden.

 

Die nächste Geschichte kommt von Merle. Ich verlinke dir ihr Instagram >>hier .<< Schau unbedingt mal bei ihr vorbei. Ihre Bilder sind toll. : )

Schulcamp 

Ich war auf einem, durch die Schule veranstaltetem Schulcamp. Wir waren in einer Jugendherberge und ich teilte mir mit drei Klassenkameradinnen, die alle blond waren, ein Zimmer. In der ersten Nacht haben ich und die Anderen super geschlafen, doch in der zweiten Nacht wurde ich ohne jeglichen Grund wach. Ich schaute mich im Zimmer um und an dem Tisch, der ziemlich gerade zu meinem Bett stand, saß ein Mädchen. Sie hatte dunkle Haare und ein weißes Gewand an. Ich dachte, meine Augen täuschen mich, denn es war dunkel. Am nächsten Morgen jedoch kam eine Zimmergenossin zu mir und sagte mir, dass sie in der Nacht ein Mädchen mit mittellangen, dunklen Haaren und weißen Gewand sah. Mir stockte der Atem. 

Eine weitere Geschichte hat Kai beigetragen. Ich verlinke dir seinen Blog >>hier.<< Wenn du Comics magst, schau auf jeden Fall mal bei ihm vorbei. Er ist super : )

Der Bunker

Als ich in der fünften Klasse war sind wir in eine Gegend gezogen mit Wäldern in denen noch viele Reste von Bunkern in den Wäldern zu finden waren. Weil ich das als Kind sehr spannend fand, bin ich an einem nebligen Samstag morgen los gegangen, um nach diesen Bunkern zu suchen. Ich packte die Taschenlampe meines Stiefvaters ein und war voll im kindlichen Abenteuer-Modus. Weil der Nebel immer stärker wurde und ich mich noch gar nicht in diesem Wald auskannte, hatte ich mich sehr schnell verlaufen und die Taschenlampe half mir auch nicht mehr. Gerade als aus der Suche nach einem Bunker eher die Suche nach dem Heimweg wurde, stolperte ich fast eine Treppe runter. Mitten im Wald war eine kleine Treppe die voller Moos und Graffitis. Ich habe mich total gefreut einen Bunker gefunden zu haben und ging die Treppe runter. Unten war eine Tür an der eine Kette mit einem aufgebrochenen Schloss hing. Bis zu diesem Moment dachte ich nicht, dass ich da wirklich rein kommen würde. Langsam steckte ich meinen Kopf durch die Tür und leuchtete mit der Lampe. Alles war voller Graffiti, Flaschen und Müll. Nachdem ich einige Meter rein gegangen war hörte ich sowas wie ein Brummen, gefolgt von einem klatschenden Geräusch. Vor Schreck ist mir fast die Lampe aus der Hand gefallen. Ich leuchtete hektisch rum, bis ich ein lautes “EY” hörte. Mein Blut gefriert und ich sehe… zwei Teenager die Sex haben. Ich bin weg gerannt und habe festgestellt, dass der Ausgang des Waldes ca. 4 Meter dahinter war und das ganze nicht wirklich ein Bunker war. 

Weiter geht es mit einer Geschichte von meiner lieben Bloggerfreundin Sarah. Sie hat einen ganz wunderschönen Blog mit tollen Bildern und Beiträgen. Bei ihr solltest du auch auf jeden Fall mal vorbeigucken. Zu ihrem Blog kommst du >> hier. <<

Rosinenbrot

Wir haben mal an einem Friedhof gewohnt und mein Papa hat uns eine Gruselgeschichte immer wieder erzählt:

Vor 100 Jahren gab es auf diesem Friedhof einen Gärtner den jeder mochte. Er tat für jeden was er konnte und hatte keine Zeit für sein eigenes Vergnügen. So bepflanzte er am 31.10. noch spät Abends das Grab eines alten Mannes, dessen Frau ihm zum Dank frisch gebackenes Rosinenbrot gebracht hatte. Eigentlich wusste er, dass er an diesem Tag besser früh Heim gegangen wäre aber er wollte der Frau nichts abschlagen. Als er arbeitete, bekam er nicht mit, dass sich ein paar hungrige Obdachlose anschlichen, um ihm das Brot zu stehlen. Gerade als er sich umdrehte, schlug ihn einer der Diebe nieder und er fiel so unglücklich auf seinen Spaten, dass sein Kopf vom Körper getrennt wurde. Die Diebe bekamen es mit der Angst zu tun und rannten davon. Am nächsten Morgen wurde der Gärtner vermisst, doch niemand konnte ihn finden. Erst am nächsten Halloween Abend tauchte er wieder auf dem Friedhof auf- als kopfloser Geist, der seinen abgetrennten Kopf in einer Schubkarre vor sich her schiebt und Jagt auf alle macht, die nach der Dämmerung seinen Friedhof betreten. 

Na, kannst du noch oder gruselt es dich schon zu sehr? : D Die nächste Geschichte kommt von meiner lieben Freundin Nicole. Ihr Instagram verlinke ich dir >>hier.<< Schau natürlich auch bei ihr gerne mal vorbei. 

Der Friedhof 

Es war an einem lauen Sommerabend als ich die Idee hatte meinen Vater auf dem Friedhof zu besuchen.Solche Ideen kamen kurz nach seinem Tod oft. Ich fühlte mich dort einigermaßen wohl und konnte immer auf einen Rat von ihm hoffen, wenn ich ihn nötig hatte. An diesem Abend war es schon fast ganz dunkel. Als ich dort ankam, nahm ich eine Abkürzung zu seinem Grab. Es gab dort einen kleinen Pfad durch ein recht dichtes Gebüsch, der mir aber einige Minuten ersparte. Friedhöfe waren noch nie meine Lieblingsorte und nach diesem Abend noch viel weniger. Als ich nun den Pfad nahm, blickte ich nach links und traute meinen Augen nicht. Dort saß etwas, ich konnte nicht ganz erkennen was. Als ich näher kam, gefror mir das Blut in den Adern denn ein paar ausdruckslose, dunkel geschminkten Augen blickten mich an. Dort im Gebüsch saß ein im Gothic-Style gekleidetes Mädchen mit einer Grabkerze in der Hand und starrte mich an. Sie sagte nichts, sie guckte mich einfach nur an. Ich drehte mich um und lief so schnell ich konnte zurück zu meinem Auto. Meinen Vater habe ich an diesem Tag nicht mehr besucht und diesen Pfad nehme ich seit diesem Tag nie wieder. 

Die vorletzte Geschichte ist meine Eigene. Ich bin kein Geschichtenerzähler, deswegen ist sie nicht so gut geschrieben wie die anderen Geschichte. Ich hoffe, du hast trotzdem Spaß daran. 

Mary

Eine ehemalige Freundin von mir, Nadine, wohnte mit einer älteren Dame im selben Haus. Da die Frau alleine war, nahm sich Nadine ihrer etwas an. Sie kaufte für sie ein, sie half ihr wo es nötig war und sie verbrachte auch einfach so Zeit mit ihr. Die Frau hatte zwar eine Tochter, allerdings wohnte diese sehr weit weg. Eines Tages starb die Tochter allerdings plötzlich bei einem Unfall. Die ältere Dame war natürlich am Boden zerstört. Vor der Beerdigung lies sich die Frau eine Haarsträhne ihrer toten Tochter abschneiden. Dieser brauch war früher durchaus üblich. Hinterbliebene ließen sich Amulette oder ähnliche Schmuckstücke mit den Haaren fertigen. Heute ist dieser Brauch kaum noch zu finden und die Frau wollte aus der Strähne auch keine Brosche fertigen lassen. Nein, sie lies eine Porzellanpuppe fertigen, wobei die Haare ihrer Tochter mit verarbeitet wurden. 

Nadine stand der Frau in dieser Zeit so gut es ging bei und zum Dank, schenkte sie ihr die Puppe. Einige Monate später, verstarb dann auch die ältere Dame. Natürlich war Nadine darüber sehr traurig. 

Als ich nach langer Zeit mal wieder zu Nadine zu Besuch kam, wusste ich von all dem nicht wirklich etwas. Allerdings war ich noch nie ein wirklicher Fan von Porzellanpuppen. Als ich also in ihre Wohnung kam, fragte ich sie direkt, warum diese Scheußlichkeit auf der Lehne ihrer Couch sitzt. Nadine war direkt auf 180. Sie fuhr mich an, dass ich es nicht noch einmal wagen sollte, Mary zu beleidigen. Ich entschuldigte mich bei ihr, da ihr an der Puppe viel zu liegen schien. Wir setzten uns also ins Wohnzimmer und sie erzählte mir die ganze Geschichte. Nun verstand ich auch besser, warum Nadine so an der Puppe hing. 

Mitten im Gespräch kippte die Puppe plötzlich von der Lehne und fiel auf meine linke Schulter. Wie du dir sicher denken kannst, habe ich mich halb zu Tode erschrocken. Nadine kam sofort rüber und setzte sie wieder auf ihren Platz. Ich dachte erst nicht weiter darüber nach, allerdings passierte genau das selbe noch zwei weitere Male. Nach dem dritten mal fragte ich Nadine einigermaßen verstört, was denn da los sei. Sie meinte dann zu mir “Mary kann dich nicht leiden” Ich wusste nicht, was mir mehr Angst machen sollte. Die gruselige Puppe die immer wieder umfiel oder Nadine, die mir völlig ernst erzählte, die Puppe könne mich nicht leiden. 

Der Abend schritt also voran und irgendwann muss ich eingeschlafen sein. Als ich aufwachte, war das erste was ich sah, die Puppe, die auf meiner Brust lag. Ich habe mich extrem erschrocken und die Puppe flog in hohem Bogen in die andere Ecke der Couch. Auch Nadine wurde von dem Lärm natürlich wach. Als sie sah was passiert war, rannte sie schon fast zu der Puppe, nahm sie vorsichtig hoch, wiegte sie im Arm und sprach leise mit ihr. Es war absurd. Nach ein paar Minuten drehte sie sich zu mir um und sagte, ich solle sofort ihre Wohnung verlassen und nie wieder kommen. Dieser Aufforderung kam ich natürlich schnellst möglich nach. Seit diesem Tag habe ich nie wieder etwas von Nadine gehört. 

Und die letzte Geschichte, wie oben schon erklärt, kommt wieder von der lieben Jenny. Sie hat wirklich Talent, findest du nicht auch? : ) 

Dreizehn

Vor einiger Zeit wurde ein minderjähriges Mädchen brutal vergewaltigt. Das aller schrecklichste war jedoch, dass sie dadurch schwanger wurde und ihre streng gläubige Familie es ihr nicht erlaubte das Kind abzutreiben. Sie wurde mit dreizehn Jahren Mutter. Selbstverständlich kam das Mädchen mit der plötzlichen Umstellung ihres Lebens überhaupt nicht zurecht und versuchte regelmäßig mit Alkohol ihre Schmerzen und Probleme zu ertränken. Obwohl ihre Familie versprochen hatte ihr mit dem Baby zu helfen, wurde sie mit der Verantwortung völlig alleine gelassen. Sie fing an ihr eigenes Kind zu hassen. Immer wenn sie es ansah, wurde sie an diesen schrecklichen Tag erinnert. Warum hatte sie dieses Kind bekommen müssen? Hatte sie nicht schon genug Probleme? Die Schule hatte sie abbrechen müssen und auch das Geld reichte von hinten bis vorne nicht. Allerdings schaffte sie es dennoch irgendwie die ersten Jahre zu überstehen. Wie ein Zombie erledigte sie jeden Tag dieselben Arbeiten und hatte keine Freude mehr am Leben. Mit jeder Sekunde schien etwas anderes in ihr zu sterben.

In einer eiskalten Winternacht, bevor das Mädchen in den Kindergarten kommen sollte, erkrankte es an einer typischen Kinderkrankheit. Wegen des Fiebers wurde es regelmäßig wach und schrie nach der Mutter. Diese war wie so oft betrunken und reagierte nicht auf das klägliche Weinen. Als es ihr schließlich zu viel wurde, entschloss sie sich zu einer schrecklichen Tat. Sie schritt ins Kinderzimmer, klebte dem hilflosen Mädchen den Mund zu und wickelte es in eine Decke. Danach quetschte sie es in den alten Kinderwagen und fuhr zum Spielplatz. Dort fesselte sie das schweißnasse Kind an eine Drehscheibe und ließ es nur mit einem Nachthemd bekleidet zurück. Ohne sich noch einmal umzudrehen, stampfte sie zurück nach Hause. Sie hatte sich ihres größten Problems entledigt.

Der Spielplatz lag ziemlich abgelegen und so dauerte es ganze drei Tage, bis die Leiche des Kindes gefunden wurde. Es war erfroren. Den Spielplatz hat man schließlich abgerissen.

Noch heute berichten Augenzeugen, dass in der Halloweennacht genau an dieser Stelle ein kleines Mädchen im Nachthemd und einem Messer in der Hand herumläuft. Am darauffolgenden Tag wurde bisher immer ein dreizehn jähriges Mädchen tot aufgefunden.

 

So, das war’s. Ich hoffe, es hat dir gefallen und du hast dich ein bisschen gegruselt : D Hier noch mal vielen Dank an alle die mitgemacht und mir geholfen haben. Ihr seid toll. 

 

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