Rezension Bienenkönigin

35% der weltweiten Nahrungsmittelproduktion hängt von Bienen ab. 

Mel hat schon immer eine besondere Verbindung zu Bienen. Als sie in das Haus “Beehive” einzieht, um dort mit vier weiteren Menschen in einer WG zu leben, ist sie glücklich. Das ist die Art, wie sie leben will, umgeben von Menschen die alle auf ihre Weise etwas beitragen. Als sich dann ein Bienenvolk in einem alten Baum in ihrem Garten ansiedelt, ist ihr Glück perfekt. Jeden Morgen geht sie zu erst in den Garten und besucht die Bienen um mit ihnen zu singen. Als sie eines Tages eine schwarze Drohne an ihrem Bienenstock findet, ahnt sie schon, dass das nichts gutes bedeuten kann. Und sie soll Recht behalten. 

 

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Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das beeinflusst meine Meinung natürlich in keiner Weise.

Ich finde, auch wenn das Cover zu diesem Buch eher schlicht ist, ist es doch auffallen. Daher ist es mir auch ins Auge gesprungen. Den Klappentext fand ich dann auch sehr ansprechend. Gerade da ich mich oft mit der Natur und auch Nachhaltigkeit beschäftige, ist das Thema Bienensterben natürlich nicht neu für mich. Und ich fand es super, dass es in dem Buch darum gehen sollte. Es ist immer gut, wenn auf wichtige Themen aufmerksam gemacht wird.

Ich hatte wirklich lange Probleme damit, in das Buch rein zu kommen. Ich fand auch den Schreibstil irgendwie seltsam. Da waren Teilweise Sätze dabei, bei denen ich mich fragte, wer so redet. Zum Beispiel auf Seite 20 fing ein Satz mit den Worten an “Ich falte mich aus dem Sofa…” Ehrlich, wer sagt sowas? Im Laufe der Zeit habe ich mich dann aber an den Schreibstil gewöhnt. Im Grunde ist er leicht und schnell zu lesen, wenn man nicht gerade an solchen seltsamen Textstellen hängen bleibt.

Mit Mel, der Protagonistin, hatte ich auch echt Probleme. Direkt am Anfang erzählt sie, dass sie gleich ihre Gummistiefel anzieht und die Gummistiefel jeden Morgen kalt und feucht sind. Sie überlegt, dass sie ja Strümpfe anziehen könnte. Aber das fällt ihr leider immer erst ein, wenn sie die Gummistiefel anzieht. Jeden Morgen schafft sie es nicht, an Strümpfe zu denken. Ich weiß nicht, ob das die Protagonistin irgendwie schusselig und liebenswert erscheinen lassen sollte. Auf jeden Fall hat das bei mir nicht geklappt. Außerdem sind ihre Gefühle immer sehr extrem und sie wechseln auch sehr schnell hin und her. In dem einen Augenblick hat sie Panik, im nächsten Moment ist sie extrem wütend weil einer etwas falsches gesagt hat, aber diese Wut verraucht auch wieder innerhalb von Augenblicken. Und an Manchen Stellen ist sie einfach nur eine nervige Zicke die alles falsch verstehen will. Später im Buch gibt es eine Szene, in der Ozzy (ein Mitbewohner) etwas über Coco sagt (eine Mitbewohnerin). Ozzy stört etwas an Coco und ihren Umgang mit Männern. Und Mel antwortet darauf “Wow, so denkst du also über Frauen?” Nein Mel, so denkt er über Coco, die durch Zufall nun mal eine Frau ist.

Ozzy ist mir in der ganzen Geschichte tatsächlich noch am sympatischsten. Coco war für mich der Inbegriff von Egoismus und Leo und Josh, die anderen beiden Mitbewohner des Beehive, waren eigentlich nur Statisten. Sie waren eben da, aber viel hat man von ihnen nicht mitbekommen. Ich frage mich ehrlich gesagt auch, in welcher Welt so unterschiedliche Charaktere eigentlich friedlich zusammen in einer WG wohnen können.

Habe ich eigentlich schon den übersinnlichen Teil erwähnt? Nein? Dann kommt das jetzt. Denn, auch wenn es nicht auf dem Klappentext steht, gibt es übersinnliche Anteile in dem Buch. Das ist natürlich prinzipiell nicht schlimm, ich hatte es aber einfach nicht erwartet. Was ich erwartet habe war ein spannender Thriller der auch über das Bienensterben aufklärt. Was ich bekommen habe war ein großteils langweiliges Buch mit einer launischen, naiven und vor allem nervigen Protagonistin. 

Es tut mir wirklich leid, aber das war gar nix mit mir und dem Buch. Ich musste mich teilweise wirklich zwingen, es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Und wenn ich ehrlich bin, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es ungefähr in der Mitte abgebrochen. Wirklich schade.

  • Autorin: Claudia Praxmayer
  • Verlag: cbj
  • Seiten: 352
  • Preis: 17,00 €
  • Zum Buch 

Andere Meinungen zu dem Buch findest du hier:

  1. Die Rezension von Libellus Duo 
  2. Die Rezension von Janetts Meinung
  3. Die Rezension von angeltearz liest 

 

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