Rezension Palace of Glass

“Der Weg zur Hölle führt über die Haut.”

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Rea lebt in England und dort stehen Berührungen der nackten Haut eines anderen Menschen unter Strafe. Alle müssen sich möglichst vom Kopf bis Fuß verhüllen um niemanden zu berühren und auch selbst nicht berührt zu werden. Dieses Gesetzt wurde erlassen weil einige Menschen die Gabe habe, die Gedanken derer zu manipulieren, die sie berühren. Diese Menschen werden Magdalenen genannt. Magdalenen wie Rea. Und wenn entdeckt würde was sie ist, hätte sie ihr Leben verwirkt. 

Bevor es los geht, möchte ich noch kurz darauf verweisen, dass mir dieses Buch vom Verlag zu Verfügung gestellt wurde. Dies beeinflusst aber in keiner Weise meine Meinung.

Schon vor Erscheinungstermin war das Buch gefühlt in aller Munde. Da der Klappentext so gut klang, wollte ich es unbedingt  lesen.
Und ich kann gleich mal vorweg nehmen dass ich nicht enttäuscht wurde.

Ich hatte am Anfang das Gefühl, wir befinden uns etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts. So ist es aber nicht, denn es gibt Handys und Autos und Flugzeuge, was wir eben aus unserer Zeit so kennen. Ich schätze mal, es spielt tatsächlich in einer nicht all zu weit entfernten Zukunft.

Und genau da hatte ich eben ein kleines Problem. Ich hatte so stark dieses Gefühl von Vergangenheit, dass ich jedes Mal regelrecht aus dem Lesefluss gerissen wurde, wenn Rea ein Handy hervorholte.
Allerdings wurde das an einem Punkt anders, denn da hat sich für mich das ganze Setting irgendwie verändert. Nämlich ab dem Geburtstag des Prinzen. Ab da hatte ich irgendwie das Gefühl, die Geschichte ist spontan ins 21. Jahrhundert gerutscht. Auch das hat mich tatsächlich ein bisschen verwirrt. Denn irgendwie wollte mein Bild von dem Setting “vor dem Geburtstag” nicht ganz zu dem “nach dem Geburtstag” passen.
Aber im Ganzen betrachtet hat mich das gar nicht so sehr gestört. Also ich bin hier und da darüber gestolpert, allerdings war ich auch schnell wieder drin in der Geschichte und es war vergessen.

Die Charaktere finde ich super. Ich mag Rea sehr gerne weil sie einfach nett ist. Sie schwebt eigentlich ständig in Gefahr, macht sich aber mehr Sorgen um ihren Bruder als um sich selbst. Außerdem kann ich ihre Zerrissenheit gut verstehe. Denn auf der einen Seite will sie anständig sein um weder ihren Bruder noch sich selbst in Gefahr zu bringen. Aber auf der anderen Seite ist da nun mal diese Hautgier, die immer stärker wird. Dieses Verlangen, wegen dem sie an den illegalen Kämpfen teilnimmt, in denen sie ihre Handschuhe ablegen kann.
Auch ihren Bruder Liam finde ich sympathisch weil er Rea einfach hilft so gut es geht. Ich hoffe, wir sehen im zweiten Band etwas mehr von ihm.

Bei einigen anderen Charakteren habe ich mich getäuscht. Also ich hielt sie am Anfang für anders als sie eigentlich waren. Darauf kann ich aber nicht zu genau eingehen denn ich will ja keinen spoilern. Außerdem habe ich im Laufe der Geschichte fast jeden verdächtigt, hinter all dem zu stecken.Nur auf den, der es im Endeffekt war, bin ich nicht gekommen.

Ich konnte das Buch auch kaum aus der Hand legen, da fast jedes Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger endet. Ich hatte schon etwas Panik, dass es beim Ende ähnlich sein könnte. So ist es aber zum Glück nicht. Also ich kann mit dem Ende gut leben bis der zweite Band erscheint.

Zusammenfassend kann ich sagen dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil. Zum Glück dauert es nicht mehr so lange bis dieser erscheint. Denn auch wenn ich mit dem Ende von Band eins gut leben kann, ist der Klappentext von Band zwei schon ziemlich fies, wie ich finde. Ich kann es kaum erwarten, raus zu finden was dahinter steckt.

  • Autor: C. E. Bernard
  • Verlag: Penhaligon Verlag
  • Seiten: 416
  • Preis: 14,00 €
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