Rezension Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Moment

“Dinge, die ich ohne dich sehe” 

(Werbung) 

Tess war sieben Monate mit Jonah zusammen. In dieser Zeit haben sich die beiden allerdings nur einmal gesehen. Ihre Beziehung bestand aus E-Mails, aus Facebooknachrichten und Chats. Doch von jetzt auf gleich war Jonah einfach nicht mehr da. Tess hat den Selbstmord ihrer Internetliebe einfach nicht kommen sehen. In ihrer Trauer schreibt sie immer weiter Nachrichten an Jonah. Und eines Tages bekommt sie tatsächlich eine Antwort. 

Das Buch hat mich schon interessiert, seit ich es das erste mal in der virtuellen Hand hatte. Der Klappentext klang vielversprechend und die Leseprobe war toll. Und darum habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass ich das Buch bei einer Lovelybooks Leserunde gewonnen habe. Ich mochte Tess, sie hat eine ganz besondere Art an sich. Sie ist sehr sarkastisch und dadurch ziemlich witzig. Sie ist halt nicht der typisch zickige Teenager. Und man merkt ihr eben auch an, dass sich eigentlich ziemlich leidet. Die Mischung aus alldem hat sie mir so sympatisch gemacht.
Die ersten beiden Drittel haben mir super gefallen, auch wenn das Buch ganz wo anders hin ging als ich es am Anfang erwartet hatte. Es lies sich super lesen und ich habe nicht gemerkt, dass Tess von einem männlichen Autoren erschaffen wurde. Auch die anderen Charaktere, die eine mehr oder weniger große Rolle spielten, fand ich soweit ganz gut.

Und hier kommen wir schon zu dem ersten negativen Punkt: Sie waren mir leider zu flach. Das, was von ihnen da war, fand ich gut aber es war mir schlicht zu wenig. An dem Punkt hätte das Buch für mich gern mindestens noch 100 Seiten mehr haben dürfen, einfach um ein bessere Bindung zu den Charakteren aufzubauen, um sie besser kennen zu lernen.

Und wie ich oben schon schrieb, waren die ersten beiden Drittel sehr gut, aber dann fing es an, eine ganz komische Richtung einzuschlagen. Tess hat Dinge einfach nicht verstanden oder verstehen wollen, die meiner Meinung nach eindeutig waren. Außerdem wurden Gefühle auf eine Art in die Geschichte gepresst, die für mich nicht glaubhaft waren. Ab der Stelle, wo die Reise begonnen hat, wurde alles irgendwie nur noch skurril. Das fand ich einfach so schade, denn das hat die Geschichte für mich echt ziemlich runter gezogen. Eigentlich hat mir das Buch gut gefallen aber man hätte wirklich mehr daraus machen können.

Zum Schluss möchte ich aber doch noch kurz anmerken, dass ich das Cover echt schön finde. Das matte Schwarz und die metallische Schrift sehen toll zusammen aus.

Autor: Peter Bognanni
Verlag: Hanser Literaturverlag
Seiten. 272
Preis: 18,00 €

Menü schließen