Rezension Königreich der Schatten – Die wahre Königin

“Nur die selbstsüchtigen bleiben in dieser Welt am Leben”

 

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Nach einer Sonnenfinsternis vor 17 Jahren, ist Relhok in Finsternis gehüllt. Die Sonne schenkt nur noch eine Stunde pro Tag diffuses Licht und die Menschen werden durch Finsterirdische bedroht, die auf sie jagt machen. 
Luna lebt seit sie ein Baby ist in einem versteckten Turm in einem Wald zusammen mit Perla und Sivo. Etwas anderes kennt sie nicht. Doch eines Tages muss sie ihren sicheren Zufluchtsort, ihr Zuhause verlassen. Dabei steht ihr ein junger Mann zur Seite, den sie gerade erst kennen gelernt hat. Zusammen mit Fowler macht sich Luna auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. 

Ich hatte das Buch schon einmal begonnen, kam aber gar nicht in die Geschichte rein. Ich habe es schon nach ein paar Seiten wieder weg gelegt. Da vor ein paar Tagen der zweite Teil erschienen ist, habe ich das Buch also nochmal zu Hand genommen und einen zweiten Versuch gestartet. Und dieses mal hat es besser geklappt mit der Geschichte und mir.

Am Anfang war ich wirklich begeistert von dem Setting, von der Düsternis, die sich unweigerlich einstellte und auch von Luna udn von Fowler. Es gab direkt am Anfang eine Tatsache, die ich nicht habe kommen sehen. Das hat mich begeistert. Luna war auch einfach tough und wusste was sie kann. Sie wirkte sicher.

Leider wurde das im Laufe des Buches anders, zumindest für mich. Ich hatte das Gefühl, um so weiter die Geschichte ging, um so mehr entwickelte sie sich zurück. Sie wurde extrem unsicher, ängstlich und teilweise auch stur. Also stur war sie schon am Anfang, aber da konnte ich es noch verstehen. Zum Ende hin leider nicht mehr.

Auch häuften sich mit der Zeit Dinge, die einfach unlogisch waren. Ich konnte darüber weg sehen, dass nicht wirklich was über die Temperatur gesagt wurde. Wenn wir keine Sonne mehr hätten, wäre unsere Temperatur nach einem Jahr so um die -70°c. Okay, natürlich ist die Sonne in dieser Welt noch da und es wird auch noch kurz hell, aber reicht das aus, um die Menschen vor dem erfieren zu retten? Reicht es dafür, dass Wasser noch flüssig ist? Und wo ist die Sonne überhaupt hin? Ich finde, das wurde zu wenig erklärt. Aber wie gesagt, damit konnte ich leben.

Auch bei den Finsterirdischen habe ich mir einige Fragen gestellt. Aber auch hier konnte ich gut damit leben. Aber dann kam der Punkt, an dem wurde es mir einfach zu viel. Ich meine kommt schon. Baumwölfe? Wirklich jetzt? Es gibt so viele schöne Spezies, die auf Bäume klettern können. Warum mussten es unbedingt Wölfe sein?

Alles in allem hat sich die Geschichte leider von sympatischen Charakteren und einer spannenden Welt und Geschichte zu einer vorhersehbaren Geschichte voller Logikfehler und stereotypischen Charakteren entwickelt.

Wirklich schade.

  • Autorin: Sophie Jordan
  • Verlag: HarperCollins Verlag
  • Seiten: 384
  • Preis: 16,00 €
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